Achtung! Dein Geld ist weg…

Reich werden durch den Handel mit Kryptowährungen? Ist dir zu kompliziert? Es geht auch einfacher: Dutzende Unternehmen versprechen dir Renditen von mehreren Prozent – pro Tag! Wenn du ihnen denn dein Geld anvertraust…

Es dauerte ungewöhnlich lange, bis Medien und vor allem Internet-Marketer auf den Zug der boomenden Kryptowährungen aufgesprungen sind. Als sie es denn taten, katapultierten sie diese noch einmal in ungeahnte Höhen. Das ist einfach eine Frage von Angebot und Nachfrage: Begrenztes Angebot einer Kryptowährung + steigende Nachfrage = steigende Kurse.
Mal abgesehen vom Sinn solcher Kryptowährungen ist der Handel mit diesen extrem spekulativ, eher vergleichbar mit Wetten auf völlig unvorhersehbare Ereignisse.
Hinzu kommt: Da es ein stark begrenzter Markt ist, ist auch der Kursverlauf anders als z.B. im Währungshandel nicht mit herkömmlichen Hilfsmitteln (Indikatoren etc.) deutbar. Und ein Kauf oder Verkauf nennenswerter Mengen der Kryptowährungen ist aufgrund der geringen Marktkapitalisierung extrem schwierig bis zeitweise unmöglich.

Unternehmen, die Anlegern solche Gewinnversprechen machen, müssten aber Kryptowährungen im großem Stil handeln können! Wie ich dargelegt habe, beißt sich das aber mit den aktuellen Marktgegebenheiten! Es liegt also der Verdacht nahe, dass diese Unternehmen eher nach dem Ponzi-System o.ä. arbeiten. Das heißt, jeder neue Einzahler sorgt dafür, dass man Anlegern der ersten Stunde die versprochenen Zinsen nachweisen kann. Ob du dein Geld wiedersiehst, steht dann allerdings in den Sternen…

Vorsicht Falle!

Solltest du den Drang verspüren, eines dieser Unternehmen selbst zu bewerben, kann dir nicht nur der Verlust deiner Einlage drohen: Soweit mir bekannt ist, haften Vermittler  (auch Werber sind Vermittler) illegaler Finanzsysteme für Schäden, die den Geworbenen dadurch entstehen. Genaueres sagt dir der Rechtsanwalt deines Vertrauens…

Links:

Hier die Story eines Journalisten, der selbst investiert hat und dann den Spuren des Geldes gefolgt ist:
http://www.zeit.de/2018/05/kryptowaehrungen-rendite-bitsequence-sascha-pallenberg
Lesens- und heilenswert für alle diejenigen, die an wundersame Geldvermehrung glauben…

Eine Warnliste von verdächtigen Unternehmen, die vermutlich illegale Geschäfte tätigen:
https://www.reddit.com/r/CryptoCurrency/comments/7r6chx/here_is_a_list_of_crypto_ponzi_schemes_and_people/

Kriminalfall um „Bitcoin-Sekte“ aus Österreich

Mit Werbung anschauen Geld verdienen?

Du musst Werbung nicht unfreiwillig über dich ergehen lassen. Nein, du geniesst sie geradezu – weil du damit Geld verdienst! Wären das nicht geradezu paradiesische Zustände? Wenn da nur nicht das Wort “wäre” wäre…

Versetzen wir uns einmal in die Lage eines Firmeninhabers: Er möchte noch mehr Kunden gewinnen und schaltet deshalb Werbung. Natürlich auch im Internet und dort speziell auf einer Plattform, deren Mitglieder eine Vergütung für das Werbung ansehen erhalten. Er weiß also, dass seine Werbung viel und gern angeschaut wird. Der Grund dafür liegt aber nicht an seinen tollen Produkten oder Dienstleistungen, sondern ganz simpel an der Tatsache, dass für das Werbung-Sehen Geld gezahlt wird. Ob da jetzt der Shopbetreiber, Autohändler, Rechtsanwalt, etc. gerade seine Zielgruppe trifft, darf also bezweifelt werden. Es wird dort also vorrangig der Internet-Marketer seine Werbung schalten, der z.B. weitere Mitglieder für seine Du-musst-nichts-tun-ich-mache-die-Arbeit-für-dich-Downline oder für ein neues, garantiert noch nie dagewesenes Werde-Reich-System rekrutieren will. Ob das allerdings bei den Werbung-Schauenden auf fruchtbaren Boden fällt, die schon Unmengen ihrer Zeit für Bruchteile von Cents opfern, darf bezweifelt werden. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären:

Der Verdienst

Bleiben wir wieder beim Unternehmer, der Werbung schalten möchte. Er weiß also, dass die Werbung-Seher primär keinerlei Interesse an seinen Produkten oder Dienstleistungen haben. Er kann nur hoffen, dass er dabei auf ein paar vereinzelte Interessenten trifft.
Diese Tatsache allein drückt den Preis gewaltig, den die Plattform für eine Werbeschaltung verlangen kann. Und damit würde auch der “Verdienst” für die einzelnen Werbung-Schauer unattraktiv gering werden.
Was also tun, wird sich so manch pfiffige Plattform gedacht haben. Dabei ist die Lösung so einfach: Das Geschäft wird dadurch angekurbelt, dass die wackeren Werbung-Anseher eine Gebühr (das kann man ja ganz toll umschreiben) bezahlen, damit sie überhaupt in die Nähe von Cent-Verdiensten kommen dürfen. Und jetzt das Tolle: Für diese Gebühr dürfen sie dann selbst Werbung schalten, die dann von Leuten angeguckt wird, die eigentlich Null Interesse an dieser Werbung haben und eigentlich nur ein paar Cent verdienen wollen…

Vorsicht

Bei den meisten Plattformen wird, um das Geschäft lawinenartig anzukurbeln, der Schau-Willige dann selbstverständlich auch an den Beiträgen beteiligt, die von ihm Geworbene neue Gucker bezahlen, um endlich ein paar Cents zu verdienen. Und dann bekommt das Ganze ein gewisses Geschmäckle: Die Möglichkeit, Werbung zu schalten, die eh niemanden interessiert, dient mehr oder weniger nur als Feigenblatt, um nicht eventuell als verbotenes Schneeballsystem dazustehen…

Fazit

Es gibt sicherlich auch seriöse Anbieter in dieser Sparte. Aber aufgrund der oben beschriebenen Punkte kann man von “Verdienst” nicht sprechen, sondern eher von einem sehr zeitaufwändigen und unerfüllendem Hobby. Da dürfte Flaschensammeln in der realen Welt einträglicher sein…

PLR – der meist überschätzte Blödsinn im Internet-Marketing

Erhältst du in letzter Zeit auch immer häufiger Mails mit dem nobelpreis-fähigen Betreff

“… heisst PLR – Pause laut Rene oder”
“… heisst PLR – Paul liebt Renate oder”

Gott, das sind die Fragen, auf die ich schon immer gewartet habe! Ich war total neugierig. Ist wirklich richtig spannend, eine Antwort auf diese weltbewegenden Fragen zu finden, oder?
Also öffne ich die Mails und finde dann leider doch nur alte Wäsche vor: PLR.

PLR bedeutet “Private Label Rights” – damit kannst du zum Beispiel das eBook eines Autoren für dein eigenes ausgeben, es verändern, verfälschen, verlächerlichen, versonstetwas…

Warum sollte ein Autor das seinem eBook antun wollen, wirst du dich jetzt vielleicht fragen.

Es gibt darauf zwei Antworten und die sind ziemlich simpel:

  1. Er ist ein Auftragsschreiber, der für 100, 200, 300EUR im Internet Inhalte zusammensucht und diese zusammenschreibt. Für das Geld ist nicht mehr zu erwarten…
  2. Er schreibt für ein Unternehmen, das ein wirklich herausragendes, vielleicht sogar einmaliges Produkt (oder Dienstleistung) anbietet.

Im ersten Fall erhältst du ein belangloses, unwichtiges Produkt, dass über Membersites, Clubs o.ä. teuer verkauft wird.
Im zweiten Fall erhältst du unter Umständen ein Juwel, dass du günstig aufpeppen und vermarkten kannst.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für Punkt 2? Was meinst du?

Ich erhalte aktuell wieder häufiger Anfragen von Kollegen bzgl. des Mit-Vertriebs von PLR-Produkten oder -Clubs oder -Portalen.
Einen der letzten Anfragenden habe ich gebeten, mir die Qualität der von ihm angebotenen PLR-Produkte nachzuweisen. Der Nachweis bestand in der Erklärung, dass er im Hauptberuf bei der Firma xyz arbeite und er es sich deshalb nicht leisten könne, im Internet Mumpitz zu verkaufen…
Mal eine Frage: Kannst du dir vorstellen, dass die Firma xyz einen Arbeitsvertrag hat, in dem es untersagt ist, so nebenbei im Internet Blödsinn zu erzählen oder zu verkaufen?

Diese ganze PLR-Scharlatanerie habe ich in meinem eBook “Baron Münchhausen im eBook-Land” bereits beschrieben.

Mein dringender Rat: Suche dir die PLR-Juwelen (schwierig und bestimmt nicht auf Membersites oder in Clubs zu finden) oder verwende brandable (personalisierbare) eBooks – beides ist preiswerter, ehrlicher und profitabler!